Meine Politik: Nachhaltige Lösungen für Köniz

Seit 2018 bin ich Gemeinderat in Köniz - mit Engagement und einer klaren Vision zu den Zukunftsthemen Klima, Energie, Biodiversität, Trinkwasser, Abfall- und Kreislaufwirtschaft und Informatik. Sie alle  sind in meiner Direktion angesiedelt. 

Lesen Sie, wie ich zu den wichtigen Fragen in Köniz stehe, welche Lösungen ich in meiner Direktion bereits umgesetzten konnte und welche ich noch am Erarbeiten bin. 


Finanzen - Steuererhöhung unumgänglich

Das Gemeindebudget 2021 weist ein Defizit von 8.5 Mio. Franken auf, die Reserven sind aufgebraucht. Eine Steuererhöhung ist unausweichlich. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren viele neue Aufgaben übernommen und sehr viel in Schulhäuser und Infrastruktur investiert - ohne die Steuern zu erhöhen. Zusätzlich verursacht der Wegzug der Swisscom einen Steuerausfall von 3 Mio. Nach unzähligen Sparrunden und Aufgabenüberprüfungen sind keine Sparpotenziale mehr zu finden, ohne empfindliche Einschränkung des Angebots. Nur mit einer Steuererhöhung können wir einen Kahlschlag bei Kultur, Bildung, Umwelt und Sozialem verhindern. 

 

Wie stark soll Köniz wachsen?

Häufig belasten Arealentwicklungen die Gemeinderechnung während vieler Jahre stärker als sie zusätzliche Steuererträge bringen. Schliesslich muss neuer Schulraum gebaut, Lehrer*innen angestellt, die Infrastruktur ausgebaut und der zusätzliche Verkehr bewältigt werden. Deshalb ist für mich klar: Weitere Neubau-Areale müssen ihre Kosten decken - und in Einklang mit Klima und Umwelt stehen.

 

Neubau-Areale - in Einklang mit Klima und Umwelt

Bei Neubau-Arealen liegt für mich der Fokus auf bereits überbauten Flächen wie z.B. Zentrum Kleinwabern, Liebefeld Mitte oder Köniz Zentrum Nord. Zudem sollen sie hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen:

  • Klimaneutral oder klimapositiv
  • Wenn immer möglich Holzbau
  • Autoarm (das dämpft das Verkehrswachstum und der Verzicht auf unterirdische Parkgaragen macht die Wohnungen billiger.)
  • Lebendige, vielfältige Grünflächen und gemeinschaftliche Räume.

Biodiversität - gefährdet aber unverzichtbar

Pro Natura Zentrum Eichholz
Pro Natura Zentrum Eichholz

Der hohe Nutzungsdruck, die intensive Landwirtschaft oder eingewanderte Neophyten gefährden die Biodiversität auch in Köniz. Umso wichtiger sind Naturoasen wie die Naturlandschaft Köniztal oder das Naturzentrum Eichholz. Beide konnten wir vertraglich sichern und das Zentrum im Eichholz an Pro Natura Bern übergeben. Wie die Gemeinde in Zukunft die natürliche Vielfalt auf ihren eigenen Grünflächen oder in der baurechtlichen Grundordnung weiter fördern kann werden wir bis Ende Jahr in einem Biodiversitätskonzept festlegen.

 

Klimakrise - die zentrale Herausforderung

Das Könizer Parlament hat den Klimanotstand ausgerufen. In Köniz gibt es aktuell 2680 Öl- und 795 Gasheizungen. Sie sind für die Hälfte aller CO2-Emissionen auf Gemeindegebiet verantwortlich. Sie werden durch klimaneutrale Heizsysteme ersetzt werden müssen. Meine Direktion unterstützt den Prozess nach Kräften. Auf unserer  Wärmeversorgungskarte  wird für jedes einzelne Gebäude die Alternative aufgezeigt. Möglicherweise kann es an einen der geplanten Wärmeverbünde im Buchsee-Quartier, Spiegel, Schliern, Niederscherli, Stapfen oder Wabern angeschlossen werden. Schauen Sie selbst.

 

Ausgliederung der Gemeindebetriebe - mit Einstieg in die Wärmeversorgung

Am 3. Mai hat das Parlament einen wegweisenden Entscheid gefällt. Die in meiner Direktion angesiedelten Gemeindebetriebe sollen in ein selbständiges, gemeindeeigenes Unternehmen ausgegliedert werden und in den Zukunftsmarkt Wärmeversorgung einsteigen. Ich unterstütze diesen Prozess. Der Betrieb erhält mehr Flexibilität und kann in erneuerbare Wärmeverbünde investieren und diese aufbauen - alleine oder in Kooperation mit anderen - ohne die Gemeindefinanzen zu belasten. So schaffen wir die Voraussetzungen, um in Köniz im grösseren Stil Öl- und Gasheizungen zu ersetzen.  

 

Wirtschaft und Gewerbe - die Partner für den ökologischen Umbau

Der Bau von Wärmeverbünden, Photovoltaikanlagen, Elektrolade-infrastruktur und energetische Sanierungen schafft millionenschwere Aufträge für das Gewerbe. Die "Dekarbonisierung" unserer Infrastruktur ist ein Wachstungsmarkt, von dem die Könizer Unternehmen proftitieren können. Mit der "Könizer Plattform für nachhaltiges Wirtschaften - klimaaktiv.ch" bietet meine Direktion ein Austauschforum an. 600 Persönlichkeiten aus 200 Könizer KMUs haben bisher daran teilgenommen. Nachhaltiges Wirtschaften wird zum Erfolgsfaktor. Wir unterstützen die Unternehmen auf diesem Weg. Dazu gehört auch das Ziel, dass Köniz zur "FairTrade Town" wird. Wir beziehen "Fairen Handel" explizit auch auf lokal produzierte Produkte und fördern diese: Schauen sie hier die Testimonials.

 

Lebenswerte Orte in verdichteten Quartieren

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig lebenswerte Orte in unmittelbarer Nähe der Wohnsiedlungen sind. Der von meiner Direktion betriebene Liebefeld Park mit seinem Bistro Raum und Zeit war äusserst beliebt. Die Seele baumeln lassen - und trotz Reiseeinschränkungen mediterranes Feeling in Köniz geniessen.

 

Trinkwasser - unser kostbarstes Lebensmittel

In der laufenden Legislatur haben wir grosse Investitionen für das Trinkwasser getätigt. Zwei Reservoire wurden neu gebaut und die Integration der Wasserversorgung Oberbalm ist bald abgeschlossen. 

Schwierigkeiten bereiten uns die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Bei 3 der 4 Quellen von Köniz überschreiten die Abbauprodukte von Chlorothalonil die sehr strengen Höchstwerte. Eine Quelle mussten wir vom Netz nehmen, bei der zweiten mischen wir das Wasser mit wenig belastetem Grundwasser. Wir informieren auf der Webseite und setzen die Überwachung fort.

   

Das Grüne Band - für Stadt und Land

Das Grüne Band ist ein Grüngürtel von intakten Natur- und Kulturlandschaften rund um die Kernagglomeration von Bern und gilt als einzigartig in der Schweiz. Die Idee stammt aus Köniz und wurde in die regionalen Planungswerke aufgenommen. Letztes Jahr haben wir zusammen mit 9

Gemeinden ein Modellvorhaben mit namhaften Drittmittel von Bund und Kanton auf die Beine gestellt. Damit können wir in den nächsten 4 Jahren Massnahmen zur Erhaltung und Stärkung des Grünen Bands ergreifen. Projekte wie die vielbenutzte Veloroute 888, die Gmüesgarage zur Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten oder der erste Rebberg in Köniz konnten bereits umgesetzt werden. Weitere werden

folgen.

Effiziente Verwaltung - der Sprung ins 21. Jahrhundert

Die Könizer Verwaltung hat einen hohen Standard mit sehr motivierten Mitarbeitenden. Viele Prozesse stammen aber noch aus dem "Papierzeitalter". Wir sind daran, diese ins digitale Zeitalter zu überführen, damit wir mit weniger Aufwand bessere Dienstleistungen für mehr Könizer*innen zur Verfügung stellen können. Bis es soweit ist braucht es Mehraufwand und Reorganisationen. Das mir unterstellte Informatikzentrum spielt dabei eine Schlüsselrolle.

 

Damit die Gemeinde weiss, was die Bewohner wissen

Eine defekte Strassenlaterne, illegal deponierter Abfall oder ein umgefallener Baum auf dem Weg? Fotografieren Sie das Problem einfach mit dem Stadtmelder und schon ist es der Gemeindeverwaltung gemeldet. Die Behebung kommunizieren wir auf derselben App. Vor 2 Jahren führte ich den Stadtmelder ein, seither profitiert die Gemeinde von den Beobachtung aller Bewohner*innen von Köniz.

 

Himmelblaue Möblierung - nachhaltig umgesetzt

Meine Direktion ist für die Pärke und Friedhöfe zuständig. Mit einem Aufruf liessen wir uns alte, intakte Gartenmöbel schenken, die sonst im Sperrgut gelandet wären. Ein Arbeitsintegrationsprojekt renovierte und frischte die Möbel auf. Seither laden himmelblaue Bänke, Stühle und Tische zum Verweilen in unseren wunderschönen Grünoasen ein. Für mich ein Sinnbild, wie ich Köniz weiterbringen will: Mit beschränkten finanziellen Mitteln ökologisch und sozial überzeugende Lösungen umsetzen.



Hansueli Pestalozzi | Weyerstrasse 64 | 3084 Wabern | 079 744 02 71 | hansueli.pestalozzi@gmx.ch

  

PC-Konto: 60-387209-5, Grüne Köniz

IBAN: CH70 0900 0000 6038 7209 5